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☠️🆘☠️ !!! METHANOL !!! ☠️🆘☠️


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Identifikation & Summenformel

Summenformel: CH3OH / CH3O Strukturformel: Der einfachste Vertreter aus der Stoffgruppe der Alkohole (ein Kohlenstoffatom gebunden an drei Wasserstoffatome und eine Hydroxygruppe)

Physikalische Eigenschaften

Methanol ist unter Normalbedingungen eine klare, farblose und leichtbewegliche Flüssigkeit mit einem leicht süßlichen, alkoholischen Geruch (ähnlich wie Ethanol, aber etwas stechender)

Molmasse: 32,04g/mol, Aggregatzustand Flüssig (bei Raumtemperatur), Dichte 0,79g/cm (leichter als Wasser), Schmelzpunkt -97,6 °C, Siedepunkt 64,7 °C, Löslichkeit Vollständig mischbar mit Wasser und vielen organischen Lösemitteln, Flammpunkt 11 °C (leicht entzündlich!), Zündtemperatur 455 °C

Chemische Eigenschaften

Reaktivität: Methanol reagiert heftig mit starken Oxidationsmitteln (wie Salpetersäure oder Chromtrioxid)

Verbrennung: Es brennt mit einer fast unsichtbaren, bläulichen Flamme zu Kohlenstoffdioxid (CO 2) und Wasser (H2O)

Säure-Base-Verhalten: Wie Wasser ist Methanol amphoter, kann also als schwache Säure oder schwache Base agieren. Es reagiert z. B. mit Natrium unter Wasserstoffentwicklung zu Natriummethanolat

Oxidation: Im Labor oder in der Industrie kann Methanol stufenweise zu Formaldehyd (CH2O) und weiter zu Ameisensäure (HCOOH) oxidiert werden

Toxizität (Giftigkeit)

⚠️ Wichtiger Warnhinweis: Methanol ist stark giftig (toxisch) beim Einatmen, Verschlucken und bei Hautkontakt. Das tückische ist, dass es geschmacklich und geruchlich kaum von gewöhnlichem Trinkalkohol (Ethanol) zu unterscheiden ist

Der Mechanismus im Körper

Methanol selbst ist gar nicht primär das Problem – es wirkt zunächst nur schwach berauschend. Die extreme Giftigkeit entsteht durch die Abbauprodukte in der Leber:

Das Enzym Alkoholdehydrogenase (ADH) baut Methanol zu Formaldehyd ab. Formaldehyd ist stark zellschädigend und krebserregend

Formaldehyd wird extrem schnell weiter zu Ameisensäure abgebaut. Ameisensäure sammelt sich im Körper an, da sie nur sehr langsam ausgeschieden wird

Symptome und Folgen einer Vergiftung

Latenzzeit: Nach der Aufnahme passiert oft 6 bis 30 Stunden fast nichts, außer Symptomen, die einem normalen "Kater" ähneln (Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel)

Erblindung: Ameisensäure schädigt gezielt den Sehnerv und die Netzhaut. Es kommt zu Sehstörungen ("Schneegestöber" vor den Augen) bis hin zur irreversiblen Erblindung

Metabolische Azidose: Die Ameisensäure übersäuert das Blut massiv. Dies führt zu Atemnot, Krämpfen, Koma und schließlich zum Tod durch Atem- oder Kreislaufversagen

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Zum Thema Amphetamin:

Bei der **Ausfällung (Präzipitation) von Amphetaminsulfat** aus der freien Amphetamin-Base mithilfe von Schwefelsäure (\text{H}_2\text{SO}_4) spielt Methanol bezüglich des Löslichkeitsprinzips eine fundamentale Rolle – allerdings als **ungeeignetes** bzw. problematisches Lösungsmittel, wenn man eine hohe Ausbeute und Reinheit anstrebt.

Das Prinzip einer klassischen Fällungsreaktion basiert darauf, dass die freie Base im gewählten Lösungsmittel hochlöslich ist, das entstehende Salz (Amphetaminsulfat) darin jedoch **nahezu unlöslich** sein muss, damit es als Feststoff ausfällt.

Methanol schneidet hierbei aus folgenden Gründen des Löslichkeitsprinzips (relativ) schlecht ab:

### 1. Zu hohe Polarität von Methanol

Das Prinzip **„Gleiches löst Gleiches“** (*similia similibus solvuntur*) bestimmt die Löslichkeit:

 * **Amphetaminsulfat** ist ein stark polares, ionisches Salz.

 * **Methanol** (\text{CH}_3\text{OH}) ist der polarste aller Alkohole. Es besitzt eine sehr hohe Dielektrizitätskonstante und bildet extrem starke Wasserstoffbrückenbindungen aus.

 * **Die Folge:** Aufgrund seiner hohen Polarität kann Methanol die Ionen des Amphetaminsulfats relativ gut solvatisieren (umhüllen). Im Gegensatz zu langkettigeren oder weniger polaren Lösemitteln besitzt Amphetaminsulfat in Methanol eine **signifikante Restlöslichkeit**.

### 2. Verschlechterung der Ausbeute (Das Löslichkeitsprodukt)

Wenn Schwefelsäure zu der in Methanol gelösten Base gegeben wird, bildet sich das Sulfatsalz. Da das Löslichkeitsprodukt des Salzes in Methanol jedoch verhältnismäßig hoch ist, bleibt ein beachtlicher Teil des hergestellten Amphetaminsulfats einfach im Methanol gelöst, anstatt auszukristallisieren. Die Ausbeute sinkt drastisch, da das Produkt im "Mutterlaugen-Sumpf" gefangen bleibt.

### 3. Konkurrenz durch Solvatisierung / Hydrophilie

Methanol verhält sich in vielerlei Hinsicht chemisch ähnlich wie Wasser (es ist extrem hydrophil). Da Amphetaminsulfat hervorragend wasserlöslich ist, teilt Methanol diese Tendenz, Salze in Lösung zu halten. Um ein Salz effektiv zum Ausfällen zu zwingen, benötigt man ein Medium, das für Ionenverbindungen energetisch extrem ungünstig ist.

## Welche Lösungsmittel sind besser geeignet?

Um das Löslichkeitsprinzip optimal auszunutzen, verwendet man in der präparativen Chemie für solche Fällungen unpolare oder schwach polare Lösungsmittel (oft auch sogenannte *Antisolventien*), in denen das Sulfatsalz absolut unlöslich ist:

 * **Unpolare Ether (z. B. Diethylether):** Die freie Base löst sich hervorragend, das Sulfatsalz ist darin jedoch vollkommen unlöslich und fällt sofort quantitativ (vollständig) als weißer Feststoff aus.

 * **Alkohole mit längerer Kohlenstoffkette (z. B. Isopropanol / 2-Propanol):** Isopropanol ist deutlich weniger polar als Methanol. Es bietet einen optimalen Kompromiss: Es löst die Base und eventuelle Verunreinigungen gut, besitzt aber eine extrem geringe Löslichkeit für das Amphetaminsulfat, was zu sauberen und ergiebigen Kristallisationen führt.

 * **Aceton:** Ein weiteres gängiges Lösungsmittel, in dem das Sulfatsalz kaum löslich ist und gut auskreidet.

**Zusammenfassend:** Methanol hält das entstehende Salz aufgrund seiner molekularen Struktur und hohen Polarität schlicht zu gut in Lösung, was dem Ziel einer vollständigen Ausfäll

ung widerspricht.

ich editiere das später 

schönen Sonntag 

 

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