BullDDoser Posted December 12, 2025 Posted December 12, 2025 Kriminelle Online-Shopping-Plattformen Viagra, Fentanyl, Tilidin: Im Netz boomt der lebensgefährliche Pillenhandel Skrupellose Händler schleusen im großen Stil gepanschte Arzneien nach Deutschland und Europa, die Mittel werden über kriminelle Online-Shopping-Plattformen veräußert. Das Angebot reicht von starken Opioiden bis hin zu Abnehmspritzen sowie Viagra-Imitaten. Manche dieser Offerten enthalten eine toxische Mischung. Die Order der Kunden wirkte wie ein Einkaufszettel in einer Apotheke. Hier mal ein paar Dosen Ketamin, da mal das Opioid Tilidin. Die Handelsplattform "Crimemarket" glänzte als digitale Shopping-Tauschbörse für Kriminelle, die keine Wünsche offenließ. Das Angebot reichte von Drogen bis hin zu rezeptpflichtigen Medikamenten, die hier ohne ärztliche Freigabe per Post frei Haus geliefert wurden. Crime as a service. Gerade auch, wenn es um Medikamente geht. Medikamente mit Rauschwirkung heiß begehrt Das Team von Markus Hartmann, Chef der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW), hat gemeinsam mit der Polizei Düsseldorf die größte illegale deutsche Verkaufsplattform Ende Februar 2024 mit zuletzt über 100.000 registrierten Kunden aus dem Internet genommen und etliche Hauptakteure auffliegen lassen. Riskante Medizin aus dem Netz – hier lesen Sie die FOCUS-Titelgeschichte im E-Paper Im Gespräch warnt der Leitende Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft in Köln vor einem "Boom beim kriminellen Arzneimittelhandel". Für FOCUS online hat der Chefermittler eine stichprobenartige Auswertung der Ermittlungsergebnisse im Komplex "Crimemarket" durchführen lassen. Das Resultat fällt eindeutig aus: Von 2000 betrachteten Nutzern weisen 800 Bezüge zum Handel mit Arzneien auf oder traten als Käufer auf. Hochgerechnet würde dies bedeuten, dass jeder dritte Crime-Market-Nutzer nicht nur andere kriminellen Dienstleistungen wie gefälschte Dokumente oder Waffen bestellte, sondern auch verschreibungspflichtige Mittel. "Meist ging es um Medikamente mit einer Rauschwirkung", erklärte Hartmann. Enormer Suchtfaktor: Das Geschäft mit den Opioiden So etwa Ketamin. Ein schnellwirkendes Schmerz- und Narkosemittel, das inzwischen als Partydroge gilt. Die Liste der rheinischen Strafverfolger erfasst ferner den Handel mit zahlreichen Opioiden wie Tilidin sowie dem starken Schmerzhammer Oxycodon. Der Suchtfaktor dieser Substanzen ist enorm. Genauso wie bei Fentanyl, dem US-Suchtrauschmittel Nummer eins. Auch spielt Methadon, ein Ersatz für Heroinabhängige, auf der Online-Plattform eine Rolle. Bezahlt wurde oft in Kryptowährung oder über Treuhandkonten. Das macht es den Strafverfolgern schwieriger, die Finanzwege bis zum Konsumenten nachzuverfolgen. BKA: Fälschungen aus Indien, China und der Türkei "Das Internet-Geschäft mit echten oder gefälschten Arzneimitteln wächst zusehends", sagte ein Sprecher von Europol zu FOCUS online. Demnach steuern organisierte Banden das Geschäft. Sei es mit echten Arzneien oder gefakten Medikamenten. Besonders begehrt seien Doping-Mittel, Viagra oder Abnehmspritzen. Laut dem Bundeskriminalamt stammen "die meisten Arzneimittelfälschungen beziehungsweise nicht zugelassenen Arzneimittel vor allem aus Indien und China. Inzwischen spielen auch türkische Banden eine größere Rolle." Allein 2023 sind im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW laut dem Landeskriminalamt knapp 400 Straftaten durch den illegalen Handel mit Medikamenten aktenkundig geworden. Europol "Shield IV": 52 kriminelle Gruppierungen ausgehoben Seit Jahren gehen die europäischen Sicherheitsbehörden gegen die Auswüchse auf dem schwarzen Pharma-Markt vor. Bereits 2023 gelang Europol in einer konzertierten Aktion unter dem Namen "Shield IV" mit Behörden aus 30 Ländern, darunter Deutschland, ein Schlag gegen die internationale Medikamenten-Mafia. Die Bilanz ließ sich sehen: 1284 Verdächtige wurden angeklagt. 52 Gruppierungen der Organisierten Kriminalität ausgehoben. Mittel im Wert von 64 Millionen Euro wurden beschlagnahmt, darunter gut 636.000 Packungen mit illegalen Arzneimitteln und über 12 Millionen Tabletten und Pillen. Zudem wurden 92 illegale Verkaufsplattformen offline genommen. Im schlimmsten Fall endet der Konsum tödlich In dem Kontext zerschlugen die Ermittler in Griechenland ein kriminelles Netzwerk, das gefälschte Botox- und Vitaminsäurepräparate für kosmetische Eingriffe veräußerte. "Ein zunehmender Trend ist der Handel mit Beruhigungsmitteln oder die Verwendung gefälschter oder illegaler Medikamente gegen Diabetes", so Europol. Oft genug lassen die Gangster die Falsifikate "in illegalen Laboren ohne jegliche Vorschriften und Sicherheitsvorkehrungen" fertigen. Die Produkte erzielen meist nicht die angekündigte Wirkung. "Im besten Fall bleibt der Patient unbehandelt", heißt es weiter. Oder aber es treten "schwerwiegende gesundheitliche Probleme ein", die sogar tödlich enden können. Im vergangenen Jahr schlugen die Arznei-Fahnder europaweit erneut zu. Waren im Wert von elf Millionen Euro wurden konfisziert. Wie Fälschungen in die legale Vertriebskette gelangen Immer wieder kursieren Warnmeldungen durch die hiesigen Gesundheitsbehörden. Oft betrifft es Potenzmittel. Erst im Juli schlug das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Alarm. Gefälschtes Viagra (Sildenafil) sei möglicherweise in die legale Vertriebspipeline gelangt. Das Amt stützte sich in seiner Mitteilung auf die italienische Zulassungsbehörde AIFA. Den Angaben zufolge hatte der Zoll in Italien 100-mg-Filmtabletten Viagra beschlagnahmt, so das Institut. Die Präparate würden die Chargennummer B714830238 mit dem Haltbarkeitsdatum (4/2017) in englischer Aufmachung tragen, diese existiere jedoch nicht als legale Charge des US-Produzenten Pfizer. "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die gefälschte Charge in die legale Vertriebskette gelangt sein könnte beziehungsweise über illegale Vertriebswege oder über das Internet angeboten wird", so das Resümee. Berliner Polizei warnt vor gefaktem Oxycodon Der Medikamenten-Schwindel nimmt besorgniserregende Formen an. Erst im Oktober warnte die Berliner Polizei vor gefälschten Oxycodon- und Tafil-Tabletten, die mit extrem toxischen Substanzen versetzt sind. So wurde etwa in den gefakten Oxycodon-Präparaten häufig der Wirkstoff Nitazene nachgewiesen. "Diese synthetischen Opioide gehören zu den stärksten Schmerzmitteln, die derzeit bekannt sind. Sie können bis zu 500-mal stärker als Heroin wirken", teilte die Polizei mit. "Tafil-Fälschungen enthalten teilweise Cyclorphin, ein ebenfalls hochpotentes Betäubungsmittel, das starke sedierende Effekte hat." Beide Substanzen seien in Deutschland nicht für den medizinischen Gebrauch zugelassen. "Sie können in wenigen Minuten zu Atemstillstand, Bewusstlosigkeit oder tödlichen Überdosierungen führen, vor allem, wenn sie unwissentlich konsumiert werden", lautet das Fazit. Bilder und Videos seht ihr hier Quelle --------------------------------------------------- 2 Quote Ich bin nur in einem unter den Namen BullDDoSer a.k.a. Bulli unterwegs! SESSION: 051579b82cbe395805a79580cbabd86eab1365561b8805703f31cd9b96997c8552 Threema HUZWDPY3
BullDDoser Posted December 12, 2025 Author Posted December 12, 2025 Push 1 Quote Ich bin nur in einem unter den Namen BullDDoSer a.k.a. Bulli unterwegs! SESSION: 051579b82cbe395805a79580cbabd86eab1365561b8805703f31cd9b96997c8552 Threema HUZWDPY3
Isotoni5 Posted December 16, 2025 Posted December 16, 2025 Ok würd für 300€ was nehmen von dem Fent 1 Quote
meleebob210 Posted December 17, 2025 Posted December 17, 2025 Nachfrage explodiert richtig. Crimemarket war ein Monster mit über 100k Usern, jeder Dritte hat da Pillen geordert. Die Margen sind brutal hoch, höher als bei manchem anderen Stuff. Solange die Leute das brauchen, bleibt das Business am Boomen, neue Plattformen poppen eh schnell auf. Respekt für den Artikel! 0 Quote
Akira Posted December 21, 2025 Posted December 21, 2025 Was die sich da zusammen recherchieren also die reporter. Ketamin in dosen gibt es nur als ketamin hcl und ist als antidepressiva zugelassen und wird im netz nirgendwo angeboten. Keta ampullen und das s-ket bzw r-keta in kristalliner form sind im netz erhältlich. Und gefälschte xanax tabletten haben in der regel flualprazolam oder neuerdings auch clobromazolam als wirkstoff was beides benzodiazepine sind. Die schreiben cychlorfin was gar kein benzodiazepine ist. Cychlorfine stammt von den nitazenes her und das sind benzimidazole! Das hat rein gar nichts mit benzodiazepine zu tun. Den journalist sollte man prügeln was der für schwachsinn in seinen Artikel schreibt. 1 Quote
Recommended Posts