BullDDoser Posted January 11 Posted January 11 Rauschgiftfahnder packt aus „Ein Gramm für unter 70 Euro“: Top-Ermittler über Kokain-Schwemme in Deutschland US-Präsident Trump geht massiv gegen Drogenkartelle in Kolumbien und Venezuela vor. Was bedeutet das für den deutschen Kokain-Markt? FOCUS online sprach mit Markus Neueder, Chef des Rauschgift-Dezernats beim Landeskriminalamt Bayern. Markus Neueder, 53, leitet das Rauschgift-Dezernat beim Landeskriminalamt (LKA) Bayern. Hier erklärt der Kriminaldirektor die neuesten Entwicklungen auf dem Drogenmarkt in Deutschland. Dabei spricht er offen über Preise für Kokain, Schmuggelrouten und einen möglichen Drogenkrieg hierzulande. Natürlich auch über die Folgen der harten Drogenpolitik von US-Präsident Trump. FOCUS online: Herr Neueder, wie wird sich das harte Vorgehen der US-Regierung gegen Drogenkartelle in Venezuela und Kolumbien auf den Kokain-Markt in Europa und insbesondere Deutschland auswirken? Markus Neueder: Die Rolle von Venezuela in Bezug auf Kokain beschränkt sich nach Kenntnislage des Bayerischen Landeskriminalamtes ganz überwiegend auf die eines Transitlands. Venezuela wird als Drehkreuz des internationalen Kokainhandels genutzt, indem Kokain insbesondere aus Kolumbien in das Land eingeführt und dort auf Schiffe verladen wird, die dann nordamerikanische oder europäische Häfen ansteuern. Der eigene Anteil Venezuelas an der Kokainproduktion ist nach unseren Kenntnissen hingegen gering. Das mit Abstand meiste Kokain stammt nach wie vor aus Kolumbien. Von Kolumbien geht also die größte Gefahr aus? Neueder: Kolumbien als weltgrößter Kokainproduzent ist von enormer Wichtigkeit. Eine erzwungene Reduktion der dortigen Anbauflächen dürfte einen nachhaltigen Effekt auch in Europa verursachen. Was Venezuela angeht, müssen wir uns weniger Sorgen machen? Neueder: Die Erfahrung zeigt, dass Drogenkartelle hochflexibel agieren und in der Lage sind, schnell auf geänderte Rahmenbedingungen zu reagieren. Den möglicherweise erschwerten Schmuggelbedingungen in Venezuela wird voraussichtlich mit Ausweichbewegungen seitens der Kartelle begegnet werden. Sehen Sie die Gefahr, dass sich Schmuggelrouten besonders bei Kokain weiter in Richtung Europa verlagern? Neueder: Europa stellt einen sehr lukrativen Markt für Kokain dar. Die Straßenverkaufspreise sind hoch, zugleich bietet Europa viele Konsumenten. Folglich liegen die Gewinnmargen weit über denen von Nordamerika. Wir beim LKA Bayern gehen davon aus, dass die Bedeutung Europas für die Kartelle mittelfristig eher zu- als abnehmen wird. Schon jetzt erlebt Europa laut Bundeskriminalamt eine regelrechte Kokainschwemme. Welche Entwicklung erwarten Sie – auch durch die veränderte Lage in der Karibik? Neueder: Diese Kokainschwemme stellen wir bereits seit mehreren Jahren fest. Das in Südamerika produzierte Kokain wird weiterhin seinen Weg nach Europa finden. Die Bedeutung Europas ist für die Kartelle inzwischen zu groß; eine Abkehr von diesem Absatzmarkt ist nicht zu erwarten. Sofern Venezuela seinen Status als Drehscheibe verliert – was aktuell noch nicht mit Gewissheit prognostiziert werden kann –, werden aller Voraussicht nach Häfen anderer Länder die Lücke schon sehr bald schließen. An Alternativen mangelt es angesichts der Vielzahl an geeigneten Häfen in Brasilien, Kolumbien, Ecuador oder Peru nicht. Im Ergebnis gehen wir nicht davon aus, dass im Zuge jüngster Entwicklungen in Venezuela nachhaltige Änderungen die Verfügbarkeit von Kokain betreffend in Europa eintreten werden. Schwer bewaffnete Polizisten sichern während einer Pressekonferenz in Hamburg Päckchen mit sichergestelltem Kokain dpa Wie ist die aktuelle Marktlage bei Kokain in Deutschland? Was kostet der Stoff? Neueder: Die Straßenhandelspreise in Deutschland im Zusammenhang mit Kokain erlebten zuletzt im Jahr 2022 eine Steigerung. Seit 2023 sinken die Preise jährlich. Im Jahr 2025 kam es zu einem deutlichen Preisschwund; der Grammpreis unterschritt die 70-Euro-Grenze. Eine ganz ähnliche Entwicklung ist beim Großhandel zu beobachten: Hier sind die Kilopreise innerhalb der letzten beiden Jahre deutlich gefallen. Diese Entwicklung lässt den Rückschluss auf ein real existierendes Überangebot von Kokain in Deutschland zu. Beobachten Sie diese Entwicklung auch in Bayern? Neueder: In Bayern wird durch das LKA eine weithin identische Entwicklung registriert. In der Vergangenheit lag im Freistaat der durchschnittliche Grammpreis stabil bei über 88 Euro. Im Jahr 2023 sank der Preis erstmals unter 85 Euro und für das Jahr 2024 wurde ein regelrechter Preisrutsch auf 74,40 Euro registriert. 2025 betrug der Straßenverkaufspreis im Durchschnitt weniger als 70 Euro. Gibt es dafür eine Erklärung? Neueder: Ein in diesem Zusammenhang erwähnenswertes Phänomen stellt der Rauschgift-Onlinehandel dar, über den eine zunehmend große Anzahl von Konsumenten Rauschgift respektive Kokain bezieht. Auf diesen virtuellen Märkten können Käufer Kokain nicht nur zu günstigeren Preisen beziehen, sondern erhalten auch tendenziell „bessere“ Ware mit einem höheren Wirkstoffgehalt als beim Straßenhändler. Der Haken an der Sache? Neueder: Diese Vorteile bezahlen die Käufer mit der Herausgabe persönlicher Daten wie beispielsweise IP- oder Lieferadressen, Kontodaten etc. Die Polizei erhält im Rahmen der Ermittlungsverfahren häufig Zugang zu diesen Daten und kann anschließend die Käufer identifizieren bzw. weitere Strafverfahren eröffnen. Mit fortlaufenden Ermittlungserfolgen, die hohe Haftstrafen zur Folge haben, können wir regelmäßig belegen, dass weder das Clear- noch das Darknet Dealer bzw. Käufer vor der Strafverfolgung bewahren. Welche „Anlaufstationen“ für Kokain in Europa nutzten die Drogenschmuggler zuletzt, wie ist das Kokain getarnt und wie erfolgt der Vertrieb? Neueder: Der mit Abstand größte Anteil des in Europa eintreffenden Kokains wird im Rahmen des internationalen Warenverkehrs über die Nordseehäfen eingeführt, jedoch zeigen die Maßnahmen von Polizei und Zoll inzwischen Wirkung und lassen Ausweichbewegungen bei den Schmuggelrouten erkennen. Die Bedeutung der am Atlantik und Mittelmeer gelegenen Seehäfen nimmt folglich zu. Auch setzen kriminelle Gruppierungen vermehrt auf Modi Operandi wie „Drop on/Drop off“, also die Abholung der mit GPS-Sender versehenen Ladungen mittels Schnellbooten, das Einbringen von Kokain in sogenannte Seekästen oder eine chemische Vermischung des Kokains mit Kohle, Kunststoffen oder Bekleidung mit anschließender Extraktion in speziellen Laboren in Europa. Innerhalb Europas wird das Kokain häufig mit professionellen Schmuggelfahrzeugen in die jeweiligen Zielländer transportiert. Es wird angenommen, dass inzwischen bis zu 40.000 solcher speziell präparierten Fahrzeuge auf Europas Straßen im Einsatz sind. Deutschland wird seit einiger Zeit von Kokain überschwemmt, warnen Experten dpa Bei Drogenkriminalität ist oft von der sogenannten „Mocro-Mafia“ die Rede, gerade in Nordrhein-Westfalen. Glauben Sie, dass Deutschland immer mehr zum Schauplatz eines Drogenkriegs mafiaähnlicher Gruppen wird? Neueder: Bayern gilt grundsätzlich als sicheres Bundesland. Dem unbenommen, stellen wir bei Durchsuchungs- oder Kontrollmaßnahmen fest, dass sowohl das Vorhandensein von Waffen und gefährlichen Gegenständen als auch Gewalt gegen Polizeibeamte weiter zunimmt. Derartige Eskalationen können nur dann verhindert werden, wenn der Verfolgungsdruck durch die Sicherheitsbehörden unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten weiter verstärkt wird. Der geplante Anlauf der Bundesregierung zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung durch Telekommunikationsdienstleister wie auch die Forderungen aus der Politik zur Rückabwicklung der Teillegalisierung von Cannabis sind unseres Erachtens in diesem Kontext unbedingt notwendige Entwicklungen. Im Rahmen der Bekämpfung der organisierten Rauschgiftkriminalität stehen wir im engen Austausch mit allen nationalen wie internationalen Partnern. Wer nimmt eigentlich Kokain? Gilt es noch als Statussymbol der Oberschicht oder zieht sich der Konsum mittlerweile quer durch alle sozialen Schichten? Neueder: Der in Deutschland über Jahrzehnte hinweg geltende Status von Kokain als Droge für Besserverdiener und Leistungsträger ist längst überholt. Nicht zuletzt wegen der hohen Verfügbarkeit und des Preisschwunds hat sich das Image von Kokain in unserer Gesellschaft grundlegend gewandelt. Kokain als Stimulanz hält inzwischen Einzug in allen Gesellschaftsschichten. Darüber hinaus wird Kokain zunehmend von jungen Menschen im Zuge des Nachtlebens konsumiert. Warum ist das so? Neueder: Der Trend, wonach das aus pflanzlichen Bestandteilen gewonnene Naturprodukt Kokain als Gegenentwurf zu den rein synthetischen und somit wenig vertrauenswürdigen Stimulanzen wie Amfetamin, Metamfetamin oder diversen Neuen psychoaktiven Stoffen, kurz NpS, wahrgenommen wird, gewinnt spürbar an Bedeutung. Hierbei handelt es sich jedoch um einen weit verbreiteten Irrtum, da das halbsynthetisch gewonnene Kokain diverse chemische Verfahren durchläuft bis es konsumfertig seine Abnehmer erreicht. Von einem „reinen Naturprodukt“ kann daher nicht die Rede sein, eine auch nur im Ansatz bestehende Relativierung der Gefährlichkeit dieses hochpotenten Rauschgiftes sowohl hinsichtlich physischer als auch psychischer Auswirkungen und Abhängigkeiten ist völlig falsch und dazu unverantwortlich. Quelle 2 Quote Ich bin nur in einem unter den Namen BullDDoSer a.k.a. Bulli unterwegs! SESSION: 051579b82cbe395805a79580cbabd86eab1365561b8805703f31cd9b96997c8552 Threema HUZWDPY3
ping Posted January 11 Posted January 11 das einzige was billiger wird ist wirklich koks preisexplosion seit korona auf wirklich alles,nur nicht auf koks das wird immer billiger 1 Quote IPTV PREIS 2,50mon ready to resell pm me „Alles, was du liebst – an einem Ort.“ „4K, HDR, Dolby Atmos – wie im Kino, nur besser.“ - Ein Login. Unendliche Welten. Kein Hin-und-Her. Nur Hier. wunschfilme und Serien werden umgehend eingefügt! und soviel mehr.......xxx usw usw usw,All-in-One. All-for-You.
medusa Posted January 11 Posted January 11 11 minutes ago, ping said: das einzige was billiger wird ist wirklich koks preisexplosion seit korona auf wirklich alles,nur nicht auf koks das wird immer billiger Irgendwie muss die Masse ruhig gehalten werden. Cannabis Legalisierung und Kokain tiefstpreise. 1 Quote
LaImpredecible88 Posted February 10 Posted February 10 Na da hat aber jemand ordentlich Verlust gemacht.Mein Beileid an den Kollegen. 0 Quote
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