Was würdet ihr eher nutzen, um euren Szene-PC oder Laptop sicher zu verbinden – den GL.iNet Mudi V2 oder einfach ein iPhone ?
Der Mudi V2 ist auf den ersten Blick ziemlich attraktiv:
✔️ Er bringt ein integriertes 4G-Modem mit, läuft auf OpenWrt, unterstützt WireGuard/OpenVPN und lässt sich gut anpassen (z. B. mit dem blue-merle-Skript für IMEI-/MAC-Randomisierung).
✔️ Man kann via USB-C tethern oder WLAN als Client nutzen und eigenen VPN-Traffic tunneln – super für unterwegs oder in öffentlichen Netzen.
Aber es gibt auch ein paar Punkte, die nicht ganz optimal sind:
❌ Der Mudi unterstützt kein 5G – nur 4G/LTE. Wer hohe Bandbreiten braucht oder in gut ausgebauten 5G-Gebieten ist, merkt den Unterschied deutlich.
❌ Die DAITA-Funktion von Mullvad (Defense Against AI-guided Traffic Analysis) wird nicht unterstützt
❌ Auch die eSIM-Unterstützung ist eingeschränkt – nicht jeder Anbieter funktioniert problemlos
❌ Die Tor-Integration ist eher basic – kein echter Stream-Isolation wie bei Whonix. Wer ernsthaft anonym bleiben will, kommt um ein dediziertes Whonix-Gateway (z. B. über Qubes oder VMs) nicht herum.
Im Vergleich dazu:
📱 Ein iPhone mit Mullvad-App und Hotspot hat ein paar Vorteile:
✔️ 5G-Unterstützung,
✔️ DAITA-Kompatibilität
✔️ gute Performance beim VPN-Tunneling.
Aber:
❌ Ein iPhone ist in Sachen Anonymität ein Problem – es erfordert Apple-ID, hinterlässt aktiv und passiv viele Metadaten, Telefonnummernverifizierung etc.
❌ Keine tiefgreifenden Netzwerkanpassungen möglich – z. B. keine granularen Firewall-Rules, kein internes DNS-Blocking, keine MAC/IP-Spoofing-Optionen ab Werk.
❌ Und nicht zu vergessen: Ein iPhone ist einfacher kompromittierbar – durch Zero-Days, persistente Exploits oder Remote Access (z. B. über Pegasus-artige Tools). Bei OpenWrt hast du zumindest die Möglichkeit, alles zu auditieren, zu loggen und zu kontrollieren.