GoldenerRaver Posted 55 minutes ago Posted 55 minutes ago Mich würde zuerst mal eure Meinung dazu interessieren: Was haltet ihr von diesem Aufbau? Ist das aus eurer Sicht sinnvoll oder einfach unnötig kompliziert? Seht ihr irgendwo eine Schwachstelle, einen möglichen Leak oder etwas, das ihr anders machen würdet? Mein Ziel ist folgende Kette aufzubauen: Spoiler 1. Portmaster auf dem Host Portmaster benutze ich hierbei nur als Firewall und für DNS, nicht als zusätzlichen VPN-/SPN-Hop. Bei den wichtigen Programmen habe ich deshalb: tor.exe → Use SPN: AUS Eddie-UI.exe → Use SPN: AUS openvpn.exe → Use SPN: AUS VirtualBoxVM.exe → Use SPN: AUS Das ist wichtig, weil Use SPN in Portmaster tatsächlich pro Anwendung entscheidet, ob deren Traffic über das Safing Privacy Network geschickt wird oder nicht. Wer das SPN überhaupt nicht benutzt, kann es natürlich auch komplett deaktivieren. 2. Tor + AirVPN auf dem Host Zuerst starte ich den Tor Browser und lasse ihn verbunden. Danach in Eddie: Settings → Proxy / Tor Type: Tor When: Always Host: 127.0.0.1 Port: 9150 Tor Control Port: 9151 Der Test in Eddie sollte anschließend erfolgreich sein. Damit verbindet sich Eddie nicht direkt zum AirVPN-Server, sondern baut seine AirVPN-Verbindung über Tor auf. AirVPN unterstützt diesen Aufbau ausdrücklich. Bei mir gab es zusätzlich einen Konflikt zwischen Portmaster und Eddies eigener Verbindungsprüfung. Deshalb musste ich unter: Settings → Advanced Check if the tunnel effectively works deaktivieren. Das war bei mir notwendig – muss also nicht bei jedem genauso sein. Außerdem habe ich Eddies Network Lock deaktiviert, weil Portmaster bereits auf dem Host filtert. 3. VirtualBox Bei der Windows-VM: Netzwerk → Adapter 1 → NAT Nicht Bridged. VirtualBox NAT sorgt dafür, dass die VM ihren Netzwerkzugang über den Host bekommt. Damit läuft der Verkehr der VM zunächst durch den bereits bestehenden AirVPN-over-Tor-Aufbau des Hosts. 4. Mullvad innerhalb der Windows-VM Jetzt Mullvad innerhalb der VM installieren und verbinden. Damit entsteht vereinfacht: VM ↓ Mullvad ↓ VirtualBox NAT ↓ AirVPN ↓ Tor ↓ Internet Der Mullvad-Tunnel liegt also innerhalb des bereits vorhandenen Host-Tunnels. 5. OnionHop/Tor in der VM Zum Schluss starte ich OnionHop innerhalb der VM. Wenn wirklich der komplette VM-Traffic durch Tor gehen soll, bietet OnionHop dafür einen TUN/VPN-Modus. Im Proxy-Modus werden dagegen nur entsprechend konfigurierte Anwendungen über den lokalen Tor-Proxy geschickt. Damit ergibt sich am Ende: Programm ↓ OnionHop / Tor ↓ Mullvad ↓ VirtualBox NAT ↓ AirVPN ↓ Host-Tor ↓ Internet Von außen nach innen kann man das also verkürzt als Tor → AirVPN → VirtualBox → Mullvad → Tor bezeichnen. Prüfen, ob es wirklich funktioniert Ich würde die einzelnen Ebenen nacheinander testen: Host + AirVPN over Tor: IP-Test → AirVPN Exit-IP VM + Mullvad: IP-Test → Mullvad Exit-IP VM + Mullvad + OnionHop: IP-Test → Tor Exit-IP Bei der letzten Variante sollte die Zielseite also eine Tor-Exit-IP sehen. Wichtig ist noch: Ich würde das Ganze nicht automatisch als „mehr Hops = mehr Anonymität“ betrachten. Der Tor Project weist selbst darauf hin, dass Tor+VPN-Kombinationen bei falscher Konfiguration die Anonymität sogar verschlechtern können. Mich würde deshalb wirklich interessieren, wie ihr das Setup einschätzt. Sinnvoll für zusätzliche Trennung der einzelnen Ebenen oder mehr Komplexität als tatsächlicher Nutzen? 0 Quote
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